Im Business Center wurden unzählige Interviews geführt und hinter verschlossenen Türen grosse Deals abgehalten. Da nun aber heute Samstag war, wurden viele Stände bereits abgebaut- nichtsdestotrotz schlenderten wir ein wenig umher und sahen an einem kleinen Stand zwei Herren vor einem Bildschirm sitzen, auf dem Beeindruckendes zu sehen war.
Die beiden Herren waren Jiri Jakubec (Sales Manager Idea Games, links im Bild) und Jan Prazak (PR Manager Bohemia Interactive, rechts im Bild), das Beeindruckende ARMA II (vormals Armed Assault II). Bei ARMA II handelt es sich um das Konkurrenzprodukt zum britischen Codemasters Titel Operation Flashpoint II. Die beiden Herren aus Prag nahmen sich denn auch viel Zeit, um uns das Spiel vorzustellen:
Bei ARMA II handelt es sich um einen taktischen Militärshooter, welcher im fiktiven osteuropäischen Staat Chernaus angesiedelt ist. Ihr befehligt ein Team von Spezialisten, die in einem 200 km2 grossen Gebiet operieren. Neben ausserordentlich detailliert gestalteten Waffen verfügt das Spiel über mehr als 50 Fahrzeuge, welche vom Spieler befehligt werden können.
Der Spieler kann dabei nur mit seiner Figur spielen und den Rest dem Computer überlassen oder aber taktisch operierend Befehlshaber werden und Truppen kommandieren. Im Multiplayer Modus sollen bis zu 32 Spieler gleichzeitig agieren können- jeder Spieler kann aber bis zu 16 Einheiten unter sich haben, sodass sich nach Adam Riese maximal 512 Spielfiguren gleichzeitig auf dem Spielfeld befinden.
Grafisch ist das Spiel hervorragend gestaltet: HDR-Effekte, dynamisches Wetter, akkurate Sternbilder, zerstörbare Gebäude, Sichtdistanz 6 Kilometer- hier schlägt das Militaristenherz sofort höher.
Statt den Schwierigkeitsgrad von der künstlichen Intelligenz abhängig zu machen, wurden die Einstellungsmöglichkeiten auf die Spielerseite gelegt. Stellt man das Spiel schwierig ein, so führt bereits ein Treffer zum Tod, die 3rd Person Einstellung ist nicht mehr möglich, etc. etc. Ein durchaus interessanter Ansatz.
Kurz: ARMA II sieht sehr cool aus. Die Zerstörungseffekte lassen noch etwas zu wünschen übrig. Zwar fallen die Gebäude hübsch in sich zusammen- bloss kommen Explosionen und Raucheffekte noch etwas gar spartanisch daher. Mit einem HIND Kampfhelikopter rumzubrettern und Panzer zu jagen macht aber schon jetzt einen super Eindruck- nun bleibt nur noch das Warten auf die Hardware Anforderungen und darauf, ob der gute Eindruck auch fürs Release aufrechterhalten werden kann. Ausserordentlich sympathisch sind die Jungs aus der tschechischen Republik allemal…
PS: Der Titel wurde leider dem breiten Publikum nicht vorgestellt, sondern war ausschliesslich im Business Center zu sehen.
Schlagworte: ARMA II, GC 2008, GC Leipzig
